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Seit vergangener Woche hat der Litecoin-Kurs um 30 Prozent zugelegt. Das ist mehr als die übliche Volatilität – und hat einen handfesten technischen Grund.

30 Prozent Kurssteigerung innerhalb weniger Tage bei Litecoin, der aktuell viertgrößten Krypto-Währung im Hinblick auf Marktkapitalisierung – das ist in der Welt der Kryptowährungen, die in letzter Zeit eher von Negativmeldungen geprägt war, schon eine gute Nachricht. Auch wenn in dem Zeitraum die anderen Kryptowährungen, vor allem der Bitcoin, um einige Prozentpunkte im Wert gestiegen sind, hat der Litecoin-Kursgewinn einen handfesten Grund: So ist die Litecoin-Foundation mit dem Softwarehaus Beam eine Partnerschaft eingegangen und plant ein neues Protokoll, das einige Vorteile bringen könnte:

Litecoin setzt auf das Mimblewimble-Protokoll

Das Mimblewimble-Protokoll soll die Privatsphäre erhöhen und zu einer größeren Zahl und schnelleren Transaktionen beitragen. Zusätzlich ist eine Konvertibilität zwischen herkömmlichen Litecoins und Litecoin auf der Basis des neuen Protokolls geplant. Sämtliche Neuerungen sollen unter Open-Source-Lizenz zur Verfügung gestellt werden, sodass der dahinterliegende Quellcode für alle einsehbar und überprüfbar ist. Mimblewimble ist ein Protokoll, das vertrauliche Transaktionen gewährleisten soll, indem es die Transaktionen einerseits verschleiert, andererseits aber zweifelsfrei verifizierbar macht.

Dieses Mehr an Anonymität, gepaart mit Verlässlichkeit, macht Litecoin in Zukunft attraktiver. Charles Lee, einer der wichtigsten Köpfe hinter der Krypto-Währung, hatte kürzlich erklärt, dass die „Konvertibilität das einzige fehlende Element ist, das Bitcoin und Litecoin abgeht, um als vollwertige Währung zu gelten“. Man wolle aber auf einen Hardfork verzichten und arbeite dennoch an der Entwicklung vertraulicher Transaktionen. Es bleibt abzuwarten, ob der Ausbruch von Litecoin nachhaltig ist – einen vergleichbaren Ausbruch des Litecoin hatte es bereits Ende 2017 gegeben, wenn auch unter deutlich anderen Vorzeichen. Ähnlich diskret und weitgehend nicht nachvollziehbar arbeiten andere Bitcoin-Alternativ-Währungen wie Monero, Dash und Zcash, weswegen in der Vergangenheit der Vorwurf erhoben wurde, dass diese zur Finanzierung illegaler Geschäfte genützt werden könnten.

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